Diamaltgelände in Allach als Depot für das Deutschen Museum

Lässt sich das Diamalt-Gelände als 

Depot-Standort für das Deutsche Museum nutzen?

Die teilweise denkmalgeschützten Diamaltgebäude wären eine ideale Kulisse für ein externes Depot des Deutschen Museum, das derzeit Räume  für 80.000 Exponate sucht. Gleichzeitig ließe sich der Stillstand auf dem Gelände in Allach  beenden und das knappe kulturelle Angebot im Stadtteil Allach-Untermenzing erweitern. Stadtrat Dr. Florian Vogel (Fraktion Die Grünen – rosa liste) hat daher beantragt, diese Idee zu prüfen und sich mit der Leitung des Deutschen Museums und dem Eigentümer des Geländes in Verbindung zu setzen. hier zum Antrag

Dr. Vogel verweist darauf, dass seit der Stilllegung des Betriebs im Jahre 1984 alle Versuche gescheitert seien, auf dem Gelände eine neue Nutzung zu ermöglichen. „Mittlerweile“, so Dr. Vogel, „sind deutliche Verfallserscheinungen sichtbar – und das ist schade, denn das Fabrikgelände ist ein Zeugnis von acht Jahrzehnten bewegter Industriegeschichte mit einigen wirklich sehenswerten Bauten. Es ist also ohnehin an der Zeit, etwas zur Rettung dieses Kapitels der Stadtgeschichte zu unternehmen. Wenn es gelänge, das Deutsche Museum, das derzeit nach einem externen  Depot mit Ausstellungsflächen sucht, für das Diamalt-Gelände zu interessieren, würde dies zudem das nahe gelegene künftige Quartierszentrum Oertelplatz und den gesamten Stadtteil aufwerten.“

 

Nutzung des ehemaligen Diamalt-Geländes

Sieben Gebäude auf dem Diamaltgelände unter Denkmalschutz

Wir haben uns dafür eingesetzt, dass diese historischen Industriebauten geschützt werden. Wir erhoffen uns dadurch eine höherwertige Nutzung der Industrieflächen durch anspruchsvollere Architektur und Platz für kulturelle Nutzungen (Kunstaustellungen, Veranstaltungen), oder Jugendeinrichtungen (z.B. Hallendisco).
Die CSU und SPD wollten diesen Denkmalschutz nicht.

Planung des ehemaligen Diamalt-Geländes wird den Bürgern vorgestellt

Als es im letzten Jahr um die Meinung im Bezirksausschuss zum Denkmalschutz im ehemaligen Diamaltgelände ging, zeigten sich die Volksvertreter sehr zurückhaltend. Wir von den GRÜNEN wiesen auf den Wert der alten Industriegebäude hin und forderten, die Absicht der Denkmalschützer zu unterstützen. Hr. Krahl/SPD entgegnete, dass eine Fabrik, die früher "gestunken" hat, heute nicht unter Denkmalschutz gestellt werden braucht. So stimmte dann auch die SPD geschlossen gegen den Erhalt des "Diamalt-Turms" und weiterer Gebäude. Lediglich ein Mitglied der CSU konnte sich der GRÜNEN Meinung anschließen.

Inzwischen sind die historischen Kerne mehrerer Bauwerke unter Denkmalschutz gestellt worden (z.B. Diamalt-Turm und das Kesselhaus) und die Planungen sind weit fortgeschritten. Einige Teile sind bereits vermietet. 

Diamalt-TumKesselhaus

Uns GRÜNEN ist es gelungen, zusammen Hep Monatzeder, grüner Bürgermeister von München, den Erhalt der Gebäude zu erreichen. Er setzte sich damals für Allach und den Erhalt der Bauwerke ein. Dies hat zur Folge, dass das neue Gewerbegebiet eine Mischung alter und moderner Industriebauten wird, welches für die Bevölkerung frei zugänglich ist. Es ist sogar geplant, einen Biergarten auf der Rückseite des Diamalt-Turms einzurichten. Auch bemühen wir uns ein Museum des Vereins der Arbeiterbewegung in eines der alten Gebäude zu bekommen. Wie schön wäre es, wenn Teile der alten Gebäude für Kultur- und Jugendveranstaltungen genutzt werden könnten. Deshalb haben wir diesbezüglich einen Antrag an die Stadt gestellt.

Wir freuen uns, dass damit eine anspruchsvolle Gestaltung des Gebietes möglich wurde.

 

Mittwoch, 20. Februar 2019
http://www.gruene-allach-untermenzing.de/themen/diamalt-gelaende/